Pressemeldungen
| Hanauer Anzeiger | 20. Oktober 1999 |
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| Raabe steht jetzt in der Kritik Lehrerversorgung: CDU sieht „parteipolitische Propaganda“ - Schulamtsdirektor relativiert |
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| Rodenbach (thb). - Nach der Pressemitteilung über die Lehrerversorgung an der Adolf-Reichwein-Schule steht jetzt Bürgermeister Dr. Sascha Raabe in der Kritik. Während die CDU ihm „Propaganda“ vorwirft, relativierte der Leitende Schulamtsdirektor Eberhardt Luft die Aussagen des Rathauschefs.
Wie berichtet, hatte der Bürgermeister in dem Artikel „Vertretung kommt“ darüber informiert, dass er sich erfolgreich für eine weitere Stelle an der Reichwein-Schule eingesetzt habe und kritisierte gleichzeitig die neue Landesregierung. In einer Pressemitteilung der CDU Rodenbach hagelt es jetzt Kritik zurück. „Schade, dass der direkt gewählte Bürgermeister zunehmend sein Amt für SPD-Propaganda-Artikel missbraucht“, heißt es in dem Schreiben. Peinlich sei, dass sich der Bürgermeister „vollmundig selbst Zitate zuschreibt, für die er gar nichts kann und sich so mit fremden Federn schmückt“. Luft habe dem Bürgermeister gar nichts versprochen. „Raabes parteipolitische Angriffe gegen Kultusministerin Wolff zeigen, dass es ihm überhaupt nicht um die Lehrerversorgung geht, sondern dass er nur der rot-grünen Landesregierung nachweine“, erklärte der CDU-Vorsitzende Wolfram Steuernagel. Bedauerlich sei auch, dass der Bürgermeister Teilwahrheiten in der Öffentlichkeit verbreite. So habe der CDU-Landtagsabgeordnete Aloys Lenz mit dem Schulleiter, dem Personalrat und Schulelternbeirat ein konstruktives Gespräch geführt und inzwischen von der Kultusministerin persönlich über die Lehrerversorgung an der Adolf-Reichwein-Schule gesprochen. Dabei habe Lenz das Versprechen erhalten, dass dort eine Vertretungskraft eingestellt wird. Auch der Leitende Schulamtsdirektor Luft relativierte Raabes Erfolgsmeldung und wehrt sich dagegen, in die politische Zwickmühle zu geraten. „Es kann keine Rede davon sein, dass ein Protest beim Staatlichen Schulamt zur Einstellung einer Vertretungskraft geführt hat“, stellte Luft in einem Gespräch mit dem Hanauer Anzeiger fest. Der Eindruck, das Gespräch mit Bürgermeister Raabe habe für die zusätzliche Lehrerstelle geführt, sei ebenfalls nicht richtig. Es sei richtig, dass er nach einem Schreiben des Bürgermeisters mit ihm am 4. Oktober telefoniert und betätigt habe, dass eine Vertretungslösung für die Rodenbacher Schule geplant sei. „Die Unterrichtssituation war dem Staatlichen Schulamt selbstverständlich bekannt, und es war zu Beginn des Schuljahres nicht möglich, einen Vertretungsvertrag an die Schule zu geben, weil die Situation anderer Schulen aufgrund von Ausfällen noch schwieriger war“, so Luft weiter. Bereits am 29. September habe das Schulamt weitere Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, um auch das Problem an der Reichwein-Schule zu lösen. „Ich lege Wert auf die Feststellung, dass Einstellungen durch Vertretungsverträge ausschließlich an sachlichen und fachlichen Gegebenheiten im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel orientiert sein können. Das Engagement von Mandats- und Funktionsträgern begrüße ich ausdrücklich, es kann aber nicht den Grundsatz verändern“, so der Leitende Schulamtsdirektor abschließend. |
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