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Junge Union: Erhöhung der Kreisumlage schadet Rodenbach
„Bürgermeister Schejna duckt sich vor Verantwortung weg“
Die Junge Union Erlensee/Rodenbach zeigt sich enttäuscht über die Art und Weise, in der Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna die für die Gemeinde schädliche Erhöhung der Kreisumlage rechtfertigt. In seiner Pressemitteilung begründet Schejna die Erhöhung damit, dass der Haushalt des Main-Kinzig-Kreises ohne diese Einnahme von der zuständigen Aufsichtsbehörde nicht genehmigt worden wäre. Unerwähnt bleibt allerdings, dass dies hätte verhindert werden können, wenn die Kreiskoalition von Anfang an Sparwillen gezeigt und versucht hätte, durch Einsparungen die Erhöhung zu verhindern. Den notwendigen Mut dazu hätten Schejna und Co. aber ganz offenbar nicht besessen.
Einsparpotenzial biete beispielsweise der Verwaltungsapparat des Kreises. Anstatt aber machbare Ausgaben für die Kreisverwaltung zu reduzieren, werde nun sogar noch weiteres Personal eingestellt. „Beispielsweise muss der große personelle Umfang der Pressestelle hinterfragt werden. Sie sorgt zwar für gute Presse für die Dezernenten Pipa und Kavai. Diesen Luxus zahlen aber nicht zuletzt die Gemeinden mit ihrer nunmehr erhöhten Umlage“, gibt der Vorsitzende Pascal Reddig zu bedenken.
Statt an richtiger Stelle zu sparen und somit zukunftsorientiert zu handeln, ziehe die SPD-geführte Koalition die bequeme Variante vor, die Einnahmen in Form der Kreisumlage zu erhöhen. Eine wohlfeile Begründung habe man sich dafür auch zu recht gelegt. "Wie immer bei Schejna ist natürlich die Hessische Landesregierung dafür schuld, dass er seiner eigenen Gemeinde, in die Tasche greift", betont der stellvertretende Vorsitzende Friedrich Ohle. "Wir fordern Bürgermeister Schejna auf, zu seiner Verantwortung zu stehen und sich nicht immer hinter der Landesregierung wegzuducken", so die Junge Union. "Wenn man neben dem Bürgermeisteramt gleichzeitig noch auf kreispolitischer Ebene mittanzen will, gehört es eben auch mal dazu, sich zu bekennen, wem man sich mehr verpflichtet fühlt. Bei der Abstimmung hat Schejna ganz klar gegen die Interessen Rodenbachs gehandelt, da der Gemeindekasse nunmehr weniger dringend benötigtes Geld zur Verfügung steht", kritisiert die Junge Union das Einknicken des Bürgermeisters im Kreistag.
"Wir hätten erwartet, dass Schejna den kommunalfeindlichen Vorschlägen von Landrat Erich Pipa Paroli bietet. Genau das Gegenteil war aber der Fall. Lieber klopft man sich auch noch selbstzufrieden auf die eigenen Schultern", so die Junge Union weiter. Der Wahlspruch der SPD-Kampagne "Kommunal ist nicht egal" werde so in beachtlicher Weise ad absurdum geführt.